Sanierung der Gebäudehülle von Wohngebäuden spart 5.3 TWh Strom

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Der Ersatz fossiler Heizsysteme ist ein zentraler Hebel auf dem Weg zu klimafreundlichen Gebäuden. Viele Eigentümerinnen und Eigentümer von älteren Wohnbauten entscheiden sich im Zuge einer Sanierung für eine Wärmepumpe – ein wichtiger Schritt weg von Öl und Gas. Wärmepumpen werden mit Strom betrieben und damit rückt eine neue Herausforderung in den Fokus: der künftig stark steigende Strombedarf, besonders in den Wintermonaten.

Wie gross das Stromeinsparpotenzial ist und welchen Beitrag eine gut gedämmte Gebäudehülle leisten kann, zeigt eine Studie der Hochschule Luzern, die im letzten Jahr im Auftrag der Flumroc veröffentlicht wurde. Im Zentrum der Untersuchung steht die Frage, wie viel Strom in der Schweiz eingespart werden könnte, wenn sanierungsbedürftige Privatgebäude beim Umstieg auf Wärmepumpen gleichzeitig die Gebäudehülle dämmen würden.

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Am wirkungsvollsten in Kombination: Heizungsersatz und Sanierung der Gebäudehülle

Wärmepumpen nutzen Umweltenergie effizient, benötigen aber dennoch elektrische Energie, um zu funktionieren. Würden alle bestehenden, sanierungsbedürftigen Wohngebäude in der Schweiz ohne zusätzliche Massnahmen auf Wärmepumpen umgestellt, würde der Strombedarf im Gebäudebereich deutlich ansteigen. Die Studie zeigt: In den Wintermonaten müssen künftig 11.5 Terawattstunden Strom für den Betrieb aller Wärmepumpen zur Verfügung gestellt werden. Die Auswirkungen von Gebäudehüllensanierungen auf den Stromverbrauch der Schweiz sind von entscheidender Bedeutung. Ungedämmte oder schlecht gedämmte Gebäude verlieren einen grossen Teil der erzeugten Wärme. Die Wärmepumpe muss entsprechend häufiger und mit höherer Leistung arbeiten – der Stromverbrauch steigt. Genau hier setzt die Dämmung an.

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Studie belegt grosses Einsparpotenzial durch Dämmung

Die Studienergebnisse machen deutlich, wie wirkungsvoll eine energetische Sanierung der Gebäudehülle ist. Wird der Umstieg auf eine Wärmepumpe mit einer wirksamen Dämmung bei allen Wohngebäuden kombiniert, kann der Stromverbrauch um 5.3 Terawattstunden gesenkt werden. Das entspricht 10 Prozent des jährlichen Stromverbrauchs der gesamten Schweiz oder dem jährlichen Stromverbrauch der Kantone St. Gallen und Graubünden zusammen.

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Minergie setzt konsequent auf die Gebäudehülle

Genau dieser Ansatz ist seit jeher ein Kernelement des Minergie-Standards. Eine hochwertige, gut gedämmte Gebäudehülle bildet die Grundlage für den tiefen Energieverbrauch, effiziente Haustechnik und langfristig tiefe Betriebskosten. Minergie betrachtet Gebäude ganzheitlich und schafft damit die Voraussetzungen, damit erneuerbare Heizsysteme wie Wärmepumpen ihr Potenzial voll entfalten können.

Die Studienergebnisse bestätigen diesen Weg: Wer heute saniert, sollte Heizung und Gebäudehülle gemeinsam betrachten. Nur so lassen sich Klimaschutz, Versorgungssicherheit und Wirtschaftlichkeit sinnvoll verbinden.

Die Flumroc AG

Die Flumroc AG ist Marktführer für Schweizer Steinwolle und produziert seit über 70 Jahren in Flums (SG) Steinwollprodukte für den Wärme-, Schall- und Brandschutz sowie für die Wasserwirtschaft. Für deren Herstellung verwendet das Unternehmen Gestein aus der Schweiz und dem nahen Ausland. Flumroc-Produkte erfüllen höchste ökologische Anforderungen. Mit über 220 Mitarbeitenden gehört das Industrieunternehmen zu den grössten Arbeitgebenden im Sarganserland. Die Flumroc AG ist seit Jahren aus Überzeugung Leadingpartner des Vereins Minergie.

Flumroc AG
Industriestrasse 8, 8890 Flums
Telefon 081 734 11 11
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